Arten der Linsenimplantate

Die Sehschärfe oder Sehleistung nach der Behandlung ist unter anderem davon abhängig, welches Linsenimplantat ausgewählt wurde.

Folgende Linsenimplantate werden verwendet:

  • Monofokallinse
  • Multifokallinse
  • Torische Linse

Monofokallinse

In den meisten Fällen wird eine Monofokallinse implantiert. Dieser Eingriff wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Monofokal bedeutet „ein Brennpunkt“, es kann also nur der Sehfehler für eine Entfernung korrigiert werden. Normalerweise wird die Linse für die Fernsicht eingestellt. Infolgedessen benötigt der Patient nach dem Eingriff noch eine Lesebrille. Beim Vorliegen einer Hornhautverkrümmung oder einer Restfehlsichtigkeit muss unter Umständen eine Brille für Ferne und Nähe getragen werden.

Monofokallinsen gibt es in verschiedenen Ausführungen:

  • sphärische Linse / asphärische Linse
  • weiße Linse / Blaufilterlinse bzw. gelbe Linse

Wir empfehlen prinzipiell aus Gründen der besseren optischen Abbildungsqualität die Verwendung einer asphärischen Linse. Für einen erweiterten Schutz der Netzhaut ist hierbei die Blaufilterlinse die Linse der Wahl.

Multifokallinse

Häufig wünschen sich Patienten eine völlige Unabhängigkeit von jeglicher Sehhilfe. In diesen Fällen kommt eine Multifokallinse in Betracht. Multifokal bedeutet „viele Brennpunkte“, es können also Unschärfen für mehrere Entfernungen korrigiert werden.

Da dieses Implantat nicht für jeden Patienten geeignet ist, werden wir im Vorfeld genau untersuchen, ob die anatomischen Gegebenheiten und individuellen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten den Anforderungen entsprechen. Ist dies der Fall, kann der Patient nach der Operation sowohl in der Ferne als auch in der Nähe scharf sehen.

Welche Art des Linsenimplantates, ob mono- oder multifokal, für die Behandlung verwendet wird, muss vor dem Operationstermin während einer eingehenden Voruntersuchung festgelegt werden. Denn eine Multifokallinse wird individuell auf die Bedürfnisse des Patienten angefertigt.

Torische Linse

In vielen Fällen wird bei der Untersuchung vor der Behandlung, zusätzlich zur Kurz- oder Weitsichtigkeit, auch eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) festgestellt. Bei Astigmatismen im mittleren und hohen Bereich, wenn diese also die Sehleistung beeinträchtigen, wird eine spezielle, die sogennante torische Linse verwendet, die genau nach den Messwerten und der Beschaffenheit der Hornhautoberfläche angefertigt wird.