Nahaufnahme einer Kunstlinse auf einer Fingerspitze

Arten der Linsen-Implantate

Die Sehschärfe oder Sehleistung nach der Behandlung ist unter anderem davon abhängig, welches Linsenimplantat ausgewählt wurde.

Folgende Linsenimplantate werden verwendet:

Alle oben genannten Linsen gibt es auch in torischer Ausführung, zum Ausgleich eines Astigmatismus.

Approximative Darstellung der Sicht mit einer Standardlinse

Sicht mit Monofokallinsen

Monofokallinsen

Monofokal bedeutet, dass die Linse einen Brennpunkt hat. Es kann also nur der Sehfehler für die Ferne oder Nähe korrigiert werden. Beim Vorliegen einer Hornhautverkrümmung oder einer Restfehlsichtigkeit muss unter Umständen nach wie vor eine Brille für Ferne und Nähe getragen werden. Bei Weit- oder Normalsichtigkeit wird die Linse in der Regel für die Ferne eingestellt. Zum Lesen wird dann noch eine Brille benötigt. Bei Kurzsichtigkeit erfolgt die Korrektur in der Regel so, dass das Lesen ohne Brille möglich ist. Zum Fernsehen und Autofahren benötigen Sie dann noch eine Brille.

Monofokallinsen gibt es in verschiedenen Ausführungen:

Aus Gründen der besseren optischen Abbildungsqualität empfehlen wir
die Verwendung asphärischer Linsen. Zum besseren Schutz der Netzhaut, insbesondere der Makula, ist es bei Monofokallinsen ratsam, asphärische Linsen mit erweitertem UV-Schutz (Blaulichtfilterlinsen) zu verwenden. Für diese berechnen wir Ihnen lediglich die Materialmehrkosten.

Zur optimalen Auswahl des für Sie besten asphärischen Linsenmodells empfehlen wir das Messverfahren der Optischen Biometrie mit aberrometriegestützter Berechnung der Linsenstärke.

Approximative Darstellung der Sicht mit einer Bifokallinse

Sicht mit EDOF Linsen

Linsen mit erweiterter Tiefenschärfe (EDOF / Extended depth of focus)

Bei diesem Linsentyp ist es möglich, sowohl in der Ferne als auch im Zwischenbereich (PC/Tacho/Navi) ohne Brille scharf zu sehen. Nur zum Lesen wird noch eine Sehhilfe benötigt. Viele Tätigkeiten des alltäglichen Lebens sind dann ohne Brille möglich.

Das Sehvermögen bei Nacht wird gering und im Vergleich zur klassischen Multifokallinse (nicht torische Ausführung) deutlich weniger beeinträchtigt. Daher ist dieser Linsentyp der beste Kompromiss zwischen Brillenfreiheit und optischer Qualität.

Approximative Darstellung der Sicht mit einer Multifokallinse

Sicht mit Multifokallinsen

Multifokallinse

Für eine völlige Unabhängigkeit von Sehhilfen kommt nur eine Multifokallinse in Betracht. Damit ist scharfes Sehen in fast allen Entfernungen möglich. Da diese Linsen nicht für jeden Patienten geeignet sind, wird im Vorfeld untersucht, ob die bei Ihnen vorliegenden anatomischen Gegebenheiten sowie individuellen Lebens- und Arbeitsgewohnheiten für die Implantation von Multifokallinsen geeignet sind.

Ist dies der Fall, können Sie nach der Operation sowohl in der Ferne als auch in der Nähe ohne Brille scharf sehen. Nachteil dieser Linsen ist jedoch das deutlich verschlechterte Sehen bei Nacht und bei Dämmerung. Dies kann im schlimmsten Fall zur Nachtfahruntauglichkeit führen!

Torische Linse

In vielen Fällen besteht zusätzlich auch eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus).
Bei Astigmatismus kann eine sogenannte torische Linse verwendet werden, welche die Verkrümmung weitgehend ausgleicht und damit die Sehqualität deutlich verbessert.

Welche Art des Linsenimplantates bei der Operation zum Einsatz kommt, wird vor dem Eingriff während einer eingehenden Voruntersuchung festgelegt. Denn eine Multifokallinse wird individuell auf die Bedürfnisse des Patienten angefertigt.

Augenheilkunde & Chirurgie

Ihr Spezialist zum Thema

Dr. med

Rudolf Berret

Facharzt Für Augenheilkunde

Dr. Berret beschäftigt sich bereits seit seinem Studium der Humanmedizin intensiv mit der Augenheilkunde. Nach dem Studium hat er an verschiedenen Augenkliniken Erfahrung gesammelt, bevor er im Januar 2011 die Praxis am Jörg-Ratgeb-Platz 1 in 74081 Heilbronn übernommen hat.

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